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Kontakt
ABB

 

Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Campus Süd
Hertzstr. 16 – Gebäude 06.35 (Uni-West): 223, 224, 226
76187 Karlsruhe

E-Mail: Prof. Dr. Jan Knopf
Fon: 0721 / 608-4-2644

Willkommen bei der Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB)

1989 gründete die Universität zusammen mit der Stadt Karlsruhe die Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB). In den folgenden zwanzig Jahren entwickelte sich die Einrichtung zu einer der weltweit wichtigsten Anlaufstellen der Brecht-Forschung. Nach dem Archiv in Berlin verwaltet die Karlsruher Forschungseinrichtung die umfangreichste Materialsammlung über das Leben und das Werk des Schriftstellers.

Zu den vielen Projekten der ABB gehört die Herausgabe der Großen Kommentierten Berliner und Frankfurter Ausgabe der Werke Brechts in 30 Bänden, die Veröffentlichung des Brecht Handbuchs in fünf Bänden und die Gründung zweier Nachfolge-Institutionen in Japan und Südkorea.

 

Aktuelles

Film und Gespräch im Rahmen des Stummfilmfestivals Karlsruhe

Das Karlsruher Stummfilmfestival zeigt den Film "S.O.S. Insel der Tränen", der auf einem Szenario von Arnolt Bronnen und Bertolt Brecht beruht, sowie "Lady Windermeres Fächer", eine Verfilung des Oscar Wilde Dramas durch Ernst Lubitsch. Im Anschluss an die Vorführung sprechen Prof. Dr. Jan Knopf und Josef Jünger über Literaturverfilmung und die Filme des Abends. Das Gespräch wird Hannes Gürgen moderieren, der am KIT eine Promotion über Arnolt Bronnen vorbereitet.

 

Donnerstag, 15.03.2018, 19-20.30 Uhr
Studio 3, Kinemathek, Kaiserpassage
Eintritt 10 Euro

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Die Kunst beginnt da, wo sie aufhört, gesund zu sein. Bertolt Brechts Kampfansage an die hohe Kultur

 

Die Hure Babylon Berlin feiert ihre Auferstehung in Fernsehen und Kino. Die Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind wieder >in<. Die Frage nach der Verbindlichkeit von Moral löst nur noch müdes Lächeln aus, und das Vertrauen in die Politik geht angesichts von Korruption, Raffgier und Egoismus einmal mehr flöten. Da kommen 120 Jahre BB sowie 90 Jahre Dreigroschenoper im neuen Jahr 2018 gerade recht. Denn wovon lebt der Mensch? Indem er stündlich den Menschen peinigt, auszieht, anfällt, abwürgt und frisst.

 

Brechts Mann is(s)t Mann war das Schlüsselstück der Weimarer Republik. – Während die Forschung den Brecht inzwischen recycelt, sein Verlag ihn >endgültig< in der staubigen Ecke der Klassiker abstellt, fordert Jan Knopf die ursprünglichen Fragwürdigkeiten und Frechheiten seiner Texte neu heraus. Denn Brecht war bereits am Ende der Golden Twenties ein Weltstar der neuen Pop-Kultur. Er leitete sie 1920 als Song-Writer mit dem Civilis-Song in Deutschland ein und versetzte 1928 der Herrschaft der hohen Kultur den K.O.: Nur der Niederschlag zählt.

 

Der Leiter der "Arbeitsstelle Bertolt Brecht" (ABB) am KIT bittet in den literarischen Boxring, in dem keine Punkte gezählt werden. Denn: Nur dadurch lebt der Mensch, dass er so gründlich vergessen kann, dass er ein Mensch doch ist.

 

Dienstag, 06.02.2018, 19 Uhr
Literaturhaus im Prinz-Max-Palais,
Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

 

Ankündigung durch den Metzler Verlag

Nähere Informationen
 

Bertolt Brechts Erfolgsmarke

Dreigroschen für Fressen & Moral
Brecht Erfolgsmarke Cover

Am 28. Dezember 2017 erscheint "Bertolt Brechts Erfolgsmarke. Dreigroschen für Fressen und Moral" von Jan Knopf. 

 

Das Buch vor dem Film. – Am 31. August 1928 schlug Brechts Dreigroschenoper im Berliner Theater am Schiffbauerdamm wie eine Bombe ein und beendete die Herrschaft der hohen Kultur in Deutschland. Doch Brechts größter Erfolg ging bald in der Unterhaltungsindustrie auf: der Haifisch verlor seine Zähne. 1930 entwarf Brecht einen Dreigroschenfilm, nannte ihn Die Beule und versuchte dem Dreigroschenstoff mit den avantgardistischen Film-Techniken der Zeit seinen gesellschaftskritischen Biss wiederzugeben. Den möglichen Film verhinderten die Apparate der schwergewichtigen Filmproduzenten sowie die Politik. – Jan Knopfs Buch erzählt die dornenreiche wie ruhmgekrönte Story, die zu Brechts Erfolgsmarke führte, und bezieht dabei unbekannte Dokumente wie die Urfassung des Schlüsselstücks der Weimarer Republik, Mann ist Mann, ein. Darüber hinaus legt Knopf ein Treatment für einen Dreigroschenfilm vor, den Brecht womöglich im digitalen Zeitalter gern realisiert hätte.

 

Weitere Informationen

Leseprobe


Interview mit Prof. Dr. Jan Knopf: Brecht und die Konsumgesellschaft

Ein Film von Foad Mir.