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Kontakt
ABB

 

Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Campus Süd
Hertzstr. 16 – Gebäude 06.35 (Uni-West): 223, 224, 226
76187 Karlsruhe

E-Mail: Prof. Dr. Jan Knopf
Fon: 0721 / 608-4-2644

Willkommen bei der Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB)

1989 gründete die Universität zusammen mit der Stadt Karlsruhe die Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB). In den folgenden zwanzig Jahren entwickelte sich die Einrichtung zu einer der weltweit wichtigsten Anlaufstellen der Brecht-Forschung. Nach dem Archiv in Berlin verwaltet die Karlsruher Forschungseinrichtung die umfangreichste Materialsammlung über das Leben und das Werk des Schriftstellers.

Zu den vielen Projekten der ABB gehört die Herausgabe der Großen Kommentierten Berliner und Frankfurter Ausgabe der Werke Brechts in 30 Bänden, die Veröffentlichung des Brecht Handbuchs in fünf Bänden und die Gründung zweier Nachfolge-Institutionen in Japan und Südkorea.

 

Aktuelles

Eine Brecht-Ausgabe über die Mauer hinweg 1981-2000

 

Ein Vortrag von Prof. Dr. Jan Knopf

Ausgerechnet Bertolt Brecht, der angebliche Nationaldichter der DDR, der »Hofsänger Pankows«, erhält eine gesamtdeutsche Ausgabe in 30 dicken Bänden – und dies, lange bevor irgendjemand an eine Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten auch nur denken konnte. Zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls erinnert die Veranstaltung an das »verdienstvollste deutsch-deutsche Buchunternehmen des geteilten Deutschlands« (Börsenblatt), das Jan Knopf als Grenzgänger zwischen Ost und West mit erarbeitete.

Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.

 

13.11.2019, 18 Uhr 

Regionalzentrum Karlsruhe der FernUniversität in Hagen am Ettlinger Tor, Seminarraum BASEL

Nähere Informationen
Neues zur Dreigroschenoper 2018

 

Jan Knopfs Rezension zum Film, erschienen im Dreigroschenheft 4/2018.

Nähere Informationen
 

Johann Peter Hebel: Gesammelte Werke. Kommentierte Lese- und Studienausgabe in sechs Bänden. Hrg. von Jan Knopf, Franz Littmann und Hansgeorg Schmidt-Bergmann unter Mitarbeit von Esther Stern im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe.

Cover Hebel-Ausgabe
Buchrücken der Hebel-Ausgabe

Erscheint Herbst 2019 im Wallstein-Verlag Göttingen.

 

Schon Walter Benjamin, einer der großen Interpreten Johann Peter Hebels, forderte 1926 eine Gesamtausgabe des aufgeklärten Humanisten. Die letzte umfangreiche Ausgabe von 1838 bietet ein nur sehr eingeschränktes Bild vom Dichter der »Allemannischen Gedichte« (1803) und des »Schatzkästleins des rheinischen Hausfreunds« (1811). Jan Knopf, Franz Littmann und Hansgeorg Schmidt-Bergmann legen nun erstmals eine Gesamtausgabe der Werke vor und rücken den Dichter in das Licht, das ihm endlich gebührt.

Johann Peter Hebel, 1760 geboren, war als Theologe ein Aufklärer, der seine Dichtungen dazu nutzte, die gesellschaftlichen Realitäten seiner Zeit offenzulegen und durchschaubar zu machen. Ein »Handorakel der Lebensklugheit für kleine Leute« sei sein Werk, konstatierte Ernst Bloch. Hebel selbst war ein »Hausfreund« im konkreten Sinn und einer der großartigsten Erzähler der Weltliteratur zugleich, Vorbild für Tolstoi, Kafka oder Brecht.

Die sechsbändige Studienausgabe erschließt – neben den bekannten Texten Hebels – zahlreiche unveröffentlichte und unbekannte Schriften, die den immensen Umfang des gesamten Werks erstmals zugänglich machen. Die gewählte Chronologie der Präsentation, orientiert an den Erstdrucken, stellt die Werke in ihren historischen Kontext und kommentiert die zum Verständnis notwendigen Fakten und Bezüge. Das große Brief-Konvolut der Jahre 1784 bis 1826 ermöglichen einen Einblick in die persönlichen Lebensumstände des ersten Prälaten der Evangelischen Landeskirche in Baden und zeigen Johann Peter Hebel zugleich als einen Meister des schriftlichen Dialogs sowie als gewitzten Dialektiker.


Schwarz-rot-goldene Schleichwerbung. Artikel in ‚Neues Deutschland‘ zur Fernsehserie Babylon Berlin

Chinesische Übersetzung der Brecht-Biographie ‚Lebenskunst in finsteren Zeiten‘ erschienen

Cover der chinesischen Brecht-Biographie

Bericht der NZZ zum Brecht-Festival am Theater Chur

Bericht der NZZ zum Brecht-Festival am Theater Chur

Bertolt Brechts Erfolgsmarke

Dreigroschen für Fressen & Moral
Brecht Erfolgsmarke Cover

Am 28. Dezember 2017 erscheint "Bertolt Brechts Erfolgsmarke. Dreigroschen für Fressen und Moral" von Jan Knopf. 

 

Das Buch vor dem Film. – Am 31. August 1928 schlug Brechts Dreigroschenoper im Berliner Theater am Schiffbauerdamm wie eine Bombe ein und beendete die Herrschaft der hohen Kultur in Deutschland. Doch Brechts größter Erfolg ging bald in der Unterhaltungsindustrie auf: der Haifisch verlor seine Zähne. 1930 entwarf Brecht einen Dreigroschenfilm, nannte ihn Die Beule und versuchte dem Dreigroschenstoff mit den avantgardistischen Film-Techniken der Zeit seinen gesellschaftskritischen Biss wiederzugeben. Den möglichen Film verhinderten die Apparate der schwergewichtigen Filmproduzenten sowie die Politik. – Jan Knopfs Buch erzählt die dornenreiche wie ruhmgekrönte Story, die zu Brechts Erfolgsmarke führte, und bezieht dabei unbekannte Dokumente wie die Urfassung des Schlüsselstücks der Weimarer Republik, Mann ist Mann, ein. Darüber hinaus legt Knopf ein Treatment für einen Dreigroschenfilm vor, den Brecht womöglich im digitalen Zeitalter gern realisiert hätte.

 

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